Lyrik

  • Adams Äpfel / Adam's apples / Les pommes d'Adam. In: LitPro Würzburg e.V. (Hrsg.): ARIEL Issue 1 – 2020 »The Erotics of Fruit«. (ISBN: 978-3-8260-6947-5) ARIEL online
  • Geschüttelt und geringelnatzt. Vom (Nicht-) So-nett zum Limerick. BoD. Norderstedt, 2020 (ISBN: 9783751984034)
  • Einmal Main-Aal. In: Magnus Tautz u. a.: Hundefreuden & Katzenabenteuer. Erzählungen und Gedichte über Tierwelten. Books on Demand. Norderstedt, 2020 (ISBN-13: 9783750493643)
  • Kiesel rot-weiß. Merk-Würdiges und Ergötzliches aus Thüringen und Franken. Iatros-Verlag, Sonnefeld, 2019 (ISBN 978-3-86963-620-7)
  • Wer weiß ... In: Heins, Rüdiger (Hrsg.): 365 Tage Liebe. Wiesenburg-Verlag. Schweinfurt, 2017 (ISBN 978-3-95632-615-8)
  • Vom Baggerzahn. In: Schulz, Detlef (Hrsg.): Machen Sie aus Ihrem Leben ein Kunstwerk! Wandkalender für 2016. Dr. Detlef Schulz. Essen, 2015
  • Leipziger Notenspiegel. In: „O Freude. Leipzig im Gedicht. Lyrik & Prosaminiaturen”. Poesiealbum neu, Nr. 1/2015, edition kunst & dichtung. Leipzig, 2015 (ISSN 2193-9683)
  • Aktion Ungeziefer. In: Röchter, Franziska: „Strohblumenstörung – Politische Dichtung der Gegenwart”. chiliverlag. Verl, 2015 (ISBN 978-3-943292-25-1)
  • Kleine Geschichte der Zahnheilkunde. In: Schulz, Detlef: „Auf den Punkt gebracht. Gedichte rund um das Thema Zähne.” Verlag Peter Pomp. Bottrop, 2014 (ISBN 978-3-89355-817-9)
  • Blaufichten. In: Autorenverband Franken: „50 Jahre Autorenverband Franken e. V.” sonderpunkt verlag. Münster, 2014 (ISBN 978-3-95407-039-8)
  • Wertverluste. In: Wenig, Heike (Hrsg.): „Worte reden - Worte schweigen“. HW-Verlag. Dorsten, 2013 (ISBN 978-3-932801-62-4)
  • WERTE SCHÜTZEN!? In: Kulturring in Berlin e. V. (Hrsg. und Verlag): „Frieden ist mehr…“ Berlin, 2012 (ISBN 978-3-9814590-4-3)
  • Kariertes Maiglöckchen. In: Associação dos amigos da leitura e do filme no Algarve: „Karierte Maiglöckchen”. edition ALFA. Portimao, 2012 (ISBN 978-989-95665-5-2)
  • Am Anfang war der Abzählreim. In: „Wir sind Dichter; der athmer Lyrikpreis 2009“. JCS. Sophienhammer, 2009

Sankt Johannis (Nürnberg)


Jojo,

Hier also ein paar Fragen,

etwas Wein, ein paar Bier,

es ist schön, dir zu sagen,

dass die Nacht lang wird hier,

um uns zwei zu erfreu‘n.


Jojo,

hör wie einst deine Lieder,

schräg und laut, keine Kunst,

überwuchert vom Flieder,

und dort hinten im Dunst

ruht wie Du Kevin Coyne.


Selbst tief im Grab, Jojo, in diesem Loch,

selbst tief im Grab, singst du jetzt noch


Jojo,

Uns‘re Kriege geführt,

diesen Abend wie jeden,

du mit der Greuther Fürth,

um den Club zu befehden,

hier direkt vor den Säulen.


Jojo,

Wir erinnern uns schweigend

an unsere Jugend

und doch wissen wir beide,

dass vor Argwohn und Tugend

sogar Grabengel heulen.


Selbst tief im Grab, Jojo, in diesem Loch,

selbst tief im Grab, singst du jetzt noch


Jojo,

erzähl mir unter Lachen

was unten so los ist.

und verfluch jene Narren

für die du verrückt bist

wiewohl du viel schlauer.


Jojo,

es zittern meine Hände,

die die Blumen dir bringen,

ich beweine dein Ende

will so gern mit dir singen

gleich neben der Mauer.


Selbst tief im Grab, Jojo, in diesem Loch,

selbst tief im Grab, singst du jetzt noch


Jojo,

muss am frühesten Morgen

mir bei Seelenverkäufern

eine Arbeit besorgen,

unter Blöden und Säufern

ohne Herz und Verstand.


Jojo,

ich möchte nie mehr zurück,

eingekleidet mit Träumen

such ich hier unser Glück

zwischen den alten Bäumen,

wo ich dich wiederfand.


Selbst tief im Grab, Jojo, in diesem Loch,

selbst tief im Grab, singst du jetzt noch 


              (nach Jacques Brel: Jojo)